Gewindeeinsätze nach DIN 16903, auch bekannt als Kunststoff-Einsätze oder Umspritzungseinsätze, sind metallische Verbindungselemente, die im Spritzgussverfahren direkt in Kunststoffbauteile integriert werden, um dauerhafte Innengewinde zu erzeugen.
Diese Bauteile kommen überall dort zum Einsatz, wo Gewinde in Kunststoff allein keine ausreichende mechanische Belastbarkeit gewährleisten. Unter hohen Lasten, Vibrationen oder wiederholten Montagezyklen kann Kunststoff nachgeben, sich verformen oder verschleißen.
Im Spritzgießprozess wird der Einsatz vor dem Einspritzen des Kunststoffs in das Werkzeug positioniert. Der geschmolzene Kunststoff umfließt das Bauteil vollständig und bildet nach dem Abkühlen eine dauerhafte form- und kraftschlüssige Verbindung.
Die Geometrie des Einsatzes hat einen entscheidenden Einfluss auf die Performance der Verbindung. Sechskant-Einsätze bieten eine hohe Verdrehfestigkeit, gerändelte Ausführungen verbessern den Auszugswiderstand durch zusätzliche Oberflächenverzahnung, während Varianten mit Bund eine präzise Positionierung im Werkzeug ermöglichen.
Auch die Materialauswahl ist ein wesentlicher Faktor. Messing wird aufgrund seiner guten Kombination aus Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Bearbeitbarkeit am häufigsten eingesetzt. Für anspruchsvollere Anwendungen kommen Stahl und Edelstahl zum Einsatz.
Gewindeeinsätze nach DIN 16903 werden in zahlreichen Industriebereichen verwendet, darunter Automobilindustrie, Elektrotechnik, Elektromechanik, industrielle Automatisierung sowie technische Geräte, bei denen zuverlässige Schraubverbindungen entscheidend sind.
Bei der Auslegung müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, insbesondere die Art des Kunststoffmaterials, die auftretenden Lasten sowie die Einbaubedingungen im Spritzgusswerkzeug. Eine falsche Auswahl kann zu Verdrehung, Auszug oder frühzeitigem Versagen der Verbindung führen.
Typische Fehler in Kunststoffanwendungen sind verschlissene Gewinde, drehende Einsätze unter Drehmoment oder mechanisches Versagen beim Verschrauben. Diese Probleme resultieren meist nicht aus dem Bauteil selbst, sondern aus einer ungeeigneten Auslegung.
Obwohl die Norm DIN 16903 offiziell zurückgezogen wurde, wird sie weiterhin als technischer Referenzbegriff in der Kunststoff- und Spritzgussindustrie verwendet.
Die Auswahl des richtigen Einsatzes basiert auf einer technischen Bewertung der Einsatzbedingungen, der mechanischen Belastung und des langfristigen Verhaltens des Kunststoffs im Einsatz.
Die Wahl eines Gewindeeinsatzes ist somit keine reine Katalogentscheidung, sondern eine konstruktive Ingenieurentscheidung, die die Lebensdauer und Zuverlässigkeit des gesamten Bauteils bestimmt.
ATS Lamberti liefert standardisierte und kundenspezifische Gewindeeinsätze nach DIN 16903 für Spritzguss- und Umspritzanwendungen und unterstützt Konstrukteure sowie technische Einkaufsabteilungen bei der Auswahl der optimalen Lösung in Abhängigkeit von Material, Prozess und mechanischen Anforderungen.
DIN 16903 Gewindeeinsätze sind Messingbauteile, die im Umspritzverfahren eingesetzt werden, um dauerhafte Metallgewinde in Spritzgussbauteilen zu erzeugen.
Im Vergleich zu Direktgewinden in Kunststoff bieten DIN 16903 Einsätze eine höhere mechanische Festigkeit und verhindern Verschleiß bei wiederholten Montagezyklen.
DIN 16903 Einsätze sind kompatibel mit technischen Thermoplasten wie ABS, PA6, PA66, PBT, PC und PEEK für anspruchsvolle Industrieanwendungen.
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